Wenns Grün is, isses verdorben

Wa(h)lfänger

Ahoi und auf zur wilden Hatz!

Die Wa(h)lfangflotte ist bereits auf großer Fahrt, denn am 24.09. is schon Schluss, da beginnt dann das witzige Robbenkloppen – ein Spaß für die ganze Familie. Welche Mannschaft das Spektakel schlussendlich ausrichten wird ist aber eigentlich egal, am Ende erhält sowieso das Merkel wieder den Oberbefehl über die Flotte. Dennoch wird vorerst weiter fröhlich auf den heißbegehrten Wa(h)lfisch einharpuniert was das Zeug hält, wer das meiste Wa(h)ltran erntet gewinnt ja schließlich. Da ein Großteil der bejagten Meeresbewohner aber alle Jahre wieder auf dieselben Lockköder hereinfallen spricht man hier im Fachjargon auch von Trantüten.
Besagte Trantüten lassen sich hier nur allzu gern vom leierigen Gesang der Sirenen einlullen, die einem kund tun das alles gut ist, die Zeit seit der letzten Hatz bestens aller Widrigkeiten zum Trotz gemeistert wurde und es den artenreichen Trantüten ja gut gehe. Die Sirenen quäken dabei auffällig gleichklingend, böse Zungen würden von Gleichschaltung sprechen. Fällt doch seltenst ein Mannschaftsmitglied der größten Jagdschiffe SMS Zedehuh, SMS Espehdeh, SMS Effdehpeh und der morschen Schaluppe SMS Diehgrünen durch dem Kommando nicht abgesegneter eigener Meinung auf. Die könnte freilich das Jagdgut verschrecken.
Die laut Seemannslieder grölende Mannschaft der SMS Aaeffdeh hingegen paddelt währenddessen wild durcheinanderlamentierend über das Wasser, verschreckt dabei viele Trantüten. Andere aber wiederum schwimmen näher an den Kahn, gerade weil hier nicht der altbekannte Sirenenschmarrn der großen Jagdschiffe erklingt. Viele dieser zunächst interessierten Meeresbewohner entfleuchen aber fluchs wieder ins nächtliche Meer, da das ein oder andere Mannschaftmitglied betrunken Unrat über Bord göbelt und der Kahn eh eine Spur aus braunem Abwasser (der Bierschiss der Betrunkenen) hinter sich herzieht. Die Befehlshaber versuchten daraufhin wiederholt für Ordnung an Bord zu sorgen und die göbelnden BeTrumpten .. äh Betrunkenen über die Planke gehen zu lassen. Hat aber nicht geklappt. Darum treibt der Kahn zunächst weiter mit inneren Zwistigkeiten beschäftigt und eine braune Spur hinterlassend über den Ozean.
Die großen Jagdschiffe hingegen haben es während ihrer langjährigen Regentschaft perfektioniert die stinkenden Exkremente stiekum unter Deck verschwinden zu lassen, auf das kein Meeresbewohner verschreckt werden möge. So weiß kaum eine Trantüte das die großen Jagdschiffe berstend voll sind mit dem Unrat der Jahrzehnte. Dieser zumeist gemeinsam erschaffene Unrat wird nur und ausschließlich unter Deck hervorgeholt um es dem konkurrierenden Wa(h)lfänger vor den Bug zu jauchen. So soll es den ungeliebten Schwesternschiffen schwerer gemacht werden Trantüten ins Schleppnetz zu ködern. Spinnefeind ist das Petri Heil von vor kurzem allzu schnell vergessen.
Kaum ist die Hatz jedoch vorbei und es muss ein neuer Stab und ein neuer Admiral gekürt werden (welcher in jedem Fall ein Merkel sein wird, so spricht die Prophezeiung) wird sich Mannschaftsübergreifend gegenseitig der Dreck vom Bug poliert um sich die kommenden vier Jahre friedlich vereint gemeinsam am Fleische der Trantüten gütlich tun zu können.
Wer das Opfer ist? Freilich der Wa(h)lfisch. Der kann nur entscheiden von welchem Schiff er Netz oder Harpune erhält. Oder aber er weicht allen in die Tiefsee aus, wo er all das Treiben ignoriert und RTL-schauend dem neuen Tag entgegen sehnt.. solange bis all die Fäkalien gefüllten Kutter von ihrem eigenen Dreck in die Tiefe gezogen werden und dem Tiefsee-Wa(h)l auf die Hirse donnern.
Aber was soll der arme Geselle nun tun? Er kann sein Fleisch nur dem kleinsten Übel darbieten und hoffen das es dem erwählten Schiff ermöglicht noch ein paar Jahre länger auf dem Meer zu kreuzen, in der Hoffnung das es eine Zukunft für die Nachkommenschaft gibt. Denn sinken die großen Wa(h)lfänger werden die gesammelten geladenen Fäkalien die Heimatmeere auf unabsehbare Zeit verseuchen.
Gesundheit.